Tauchwesen

Das Tauchen nimmt im Rahmen der Ortsgruppenarbeit einen hohen Stellenwert ein. Einerseits sind viele Einsätze im Bereich der Wasserrettung ohne Taucher kaum durchzuführen, andererseits sind wir bemüht, durch eine gute Tauchausbildung auch den Aufenthalt der Taucher unter Wasser sicherer zu machen.
Wir unterscheiden dabei das Sport- und das Einsatztauchen.
Der Einstieg im Bereich Tauchen ist bereits ab 12 Jahren mit dem Erwerb des Schnorcheltauchabzeichens möglich. Dabei wird der Einsatz der ABC-Ausrüstung (Maske, Schnorchel und Flossen) intensiv geübt und erste Erfahrungen mit den physikalischen Gegebenheiten unter Wasser und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Körper gemacht. Für unsere Wasserretter ist dies übrigens ein Baustein für die Grundausbildung im Wasserrettungsdienst.
Sporttauchen
Die DLRG ist Mitglied im CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques) der internationalen Dachorganisation der Taucher ausbildenden Vereine und Organisationen. Wir bilden in diesem Bereich entsprechend den Vorgaben der CMAS/VDST in Lehrgängen bis zum Deutschen Tauchabzeichen ** (Silber) einschließlich aller Spezialbrevets aus.
Im Gegensatz zu vielen Sporttauchausbildungen die an Urlaubsorten angeboten werden erfolgt die praktische Ausbildung zunächst über mehrere Wochen im Hallenbad. Erst wenn der angehende Taucher dort gut mit der gesamten Tauchausrüstung klar kommt, geht es ins Freigewässer.
Der Alberssee bietet dann ideale Bedingungen für erste Tauchgänge, bevor es in andere Gewässer, z.b. die Möhnetalsperre oder den Hennesee geht.
Einsatztauchen


Das Einsatztauchen stellt eine der Kernaufgaben der DLRG-Arbeit dar. In der Ortsgruppe Lippstadt hat die Einsatztaucherei eine jahrzehntelange Tradition. Im Gegensatz zum Sporttaucher können sich unsere Einsatztaucher, die früher auch als Rettungstaucher bezeichnet wurden, das Gewässer nicht aussuchen. Der Taucher befindet sich im Regelfall allein unter Wasser, über eine Verbindungsleine mit dem Signalmann an Land oder im Boot verbunden. Ein Reservetaucher steht zur Unterstützung oder für einen Notfall bereit.
In der Ausbildung hat der Einsatztaucher nicht nur gelernt wie er sich in der Strömung, unter Eis oder bei einem Nachttauchgang zu verhalten hat. Er ist vielmehr vertraut mit unterschiedlichsten Suchmethoden unter Wasser, er kann Arbeiten unter Wasser durchführen und Lasten bergen. Die Rettung und anschließende Reanimation oder Versorgung von Tauchern oder anderen Personen gehört natürlich auch zum Ausbildungsprogramm.
Nach bestandener Prüfung kann er als Spezialist im Rahmen des Wasserrettungsdienstes oder in der Wasserrettungsgruppe eingesetzt werden. Bei Einsätzen der letzten Jahre wurden für Feuerwehr und Polizei Vermisste, Pkw und verschiedene Gegenstände gesucht und geborgen. Einsatztaucher kamen ferner in großer Zahl bei den Hochwasserlagen im gesamten Bundesgebiet zum Einsatz.
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